Konzertchor Landshut

Chronik


Der Konzertchor Landshut e.V., früher "Landshuter Liedertafel", wurde schon 1841 als ältester Gesangsverein Landshuts ursprünglich als reiner Männergesangsverein gegründet. Gründer, Vorstand und Dirigent in einer Person war Anton Kalchgruber. Mit ihm zusammen sangen zunächst 38 sangesfreudige Männer und füllten damit eine Lücke. Denn mit dem Abzug der Landshuter Universität hatte vor allem auch das musikalische Leben in der Stadt einen empfindlichen Aderlaß erlitten. Bald schon trat man an die Öffentlichkeit und führte im Bernlochnersaal jährlich 8 bis 12 Produktionen auf.

1862 wurde mit Unterstützung der Liedertafel der Landshuter Damengesang - Verein gegründet. Fortan wirkten sie bei den Aufführungen der Liedertafel mit.
1880 schließlich begann man mit gemeinsamen Proben, die beiden Vereine bestanden jedoch weiter bis nach dem Ende des Ersten Weltkrieges. 1919 fand die Vereinigung mit dem Musikverein Landshut statt. Mit der Verbindung der zwei aktivsten Landshuter Kulturvereine erhöhten sich auch die Ansprüche. Der Liedertafel stand nun ein eigenes Orchester zur Verfügung. Unter der Leitung von Anton Pröbst stieg das Niveau unaufhörlich. Die Aufführungen bedeutender Chorwerke häuften sich.
Im Beethovenjahr 1921 vollbrachte die Landshuter Liedertafel eine bisher nicht erreichte Spitzenleistung. Über 400 Mitwirkende führten in der Dominikanerkirche Beethovens "Missa Solemnis" auf.

Pröbst förderte auch den Nachwuchs. 400 Kinder waren zeitweilig in der Landshuter Singschule. Ab 1928 probte man im Vereinslokal "Gabelsbergerhof".

Mit dem dritten Reich brach für die Liedertafel eine schwere Zeit an. 1941 wurde der Verein gegen den erbitterten Widerstand der Sänger und Sängerinnen aufgelöst.

Am 3. 9. 1947 trafen sich ehemalige Mitglieder, um ihren Chor erneut zum Leben zu erwecken. Bald schon konnte die Liedertafel unter Leitung von Walter Ebel wieder mit anspruchsvollen Werken aufwarten. Schon bald verfügte der Verein über ein Orchester.

Die Landshuter Liedertafel hatte eine Verwandlung vom romantischen Bürgerverein zum künstlerisch ausgerichteten Oratorienverein durchgemacht und damit eine neue Stellung im Kulturleben der Stadt erhalten. Man konzentrierte sich fortan auf zwei große Aufführungen pro Jahr.

Eine große Krise durchlebte der Verein 1965, als sich kein Chorleiter mehr fand. 1975 stand die Auflösung des Vereins bevor, doch Hans Kritschel fand sich bereit, den Verein zu führen und einen neuen Chorleiter zu suchen. Schließlich erklärte sich 1980 Peter Röckl, der schon das von ihm gegründete Landshuter Sinfonieorchester und die Chorgemeinschaft Vilsbiburg leitete, bereit, den Chor neu aufzubauen. Seither treten diese drei Ensembles gemeinsam unter der Leitung von Peter Röckl auf und führen zwei Mal im Jahr große Werke bedeutender Komponisten auf u.a. die Oratorien Judas Maccabäus von G.F.Händel; die Schöpfung von J. Haydn; Requien von W. A. Mozart, J. Brahms, A. Dvorak und G. Verdi, Psalmen, Kantaten und Messen von Bach, Bruckner, Gounod, Haydn, Mozart, Puccini, Mendelsohn-Bartholdy, Schubert bis hin zur Missa Solemnis von L. v. Beethoven.
Dazu kommen auch Opern-, Faschings- und Weihnachtskonzerte, bereits dreimal (1987, 1995 und 2004) die Carmina Burana von Carl Orff und (1999) Carmen von Bizet mit szenischer Gestaltung durch das Ballett vom Gärtnerplatztheater in München.

Im Herbst 2008 dirigierte Peter Röckl in der Kirche St. Margareth die Cäcilienmesse von Ch. Gounod. Eine ganz besondere Aufführung war die Darbietung des "Liverpool Oratorio" von P. McCartney in der Escara Halle Essenbach am 23. Mai 2009.

Gemeinsame Konzertreisen führten nach Algund und Thiene (1982), nach Vicenza und Thiene (1985) in Verbindung mit einer Filmaufnahme durch das Bayer. Fernsehen, nach Esztergom und Budapest (1988), nach München (1988), nach Jena und Weimar (1990), nach Compiegne und Paris (1993) und im Juni 1998 nach Beauvais und Compiegne. Zuletzt unternahm der Chor 2008 eine Reise nach Lusern und Trient.

Außer den jährlich stattfindenden Konzerten unternimmt der Chor gemeinsame Theaterbesuche nach München, Regensburg und Landshut. 2010 wurde ein Aufführung der Passionsspiele in Oberammergau besucht.

Im Juli (2011) wurden die Agnes Bernauer Festspielen in Straubing besucht Im Herbst (2011) gab es einen weiteren Höhepunkt unserer Chorkonzerte. Gemeinsam mit der Chorgemeinschaft Vilsbiburg und dem Landshuter Sinfonieorchester wurde das Oratorium in drei Akten "Judas Maccabäus" von Georg Friedrich Händel aufgeführt.

Im Frühjahr 2014 durchlebte der Chor eine schwierige Zeit, als das Frühjahrskonzert aufgrund von Krankheit abgesagt werden mußte. Durch das engagierte Eingreifen des Vorstands, sowie der tatkräftigen Unterstützung des jungen Dirigenten Stefan Metz konnte Peter Röckl bereits im Herbst 2014 mit der Aufführung des Verdi Requiems eine fulminante Rückkehr auf das Dirigentenpodest bewerkstelligen.

Im Frühjahr 2015 beendete die Chorgemeinschaft Vilsbiburg ihre langjährige Zusammenarbeit mit Peter Röckl. Der Konzertchor Landshut beschloß darauf, das geplante Konzert "Chorfantasien" im April 2015 unter der Leitung von Peter Röckl alleine durchzuführen. Eine mehrtägige Konzertreise an den Bodensee wird dieses Programm mit Auftritten im Kloster Salem, sowie der Insel Mainau abschließen

Zusammen mit dem Sinfonieorchester Landshut und dem großen Chor wird im November 2015 das Mozart Requiem, sowie das Magnificat von J.S. Bach zur Aufführung kommen.

Chorsänger
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